CZURDA / BEIRACH / HÜBNER / HÜBNER
Lonely House
Songs & Chansons of Kurt Weill




















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This is how life could be...
"Lonely house" – eine musikalische Nach-Empfindung

Am 27. Februar 1933 brennt in Berlin der Reichstag. Knapp einen Monat später verlässt Kurt Weill, der eben noch gefeierte Komponist der "Dreigroschenoper" und nun bereits zur Galionsfigur der "entarteten Kunst" gewordene Musiker, seine Heimat Deutschland – tief gekränkt von den öffentlichen Schmähungen, die man ihm noch bis ins Ausland nachruft. Wie groß die Verletzung gewesen sein muss, lässt sich nur erahnen. Sie hat zu dem Entschluss geführt, sich ganz von Deutschland abzuwenden und selbst die vertraute Muttersprache nicht mehr im Munde zu führen.
Doch Kurt Weill bleibt nicht sprachlos. Mit der ganzen Kraft und Neugier eines leidenschaftlichen Künstlers sucht er neue Wege, neue musikalische Sprachen und Klänge. In Deutschland werden Kurt Weills neue Wege ab 1933 (erst in Frankreich, dann ab 1935 in Amerika) auch nach dem Krieg in der breiten Kunst-Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Noch immer verbindet man hier seinen Namen vor allem mit Bertolt Brecht, der "Dreigroschenoper" und "Mahagonny".
Jutta Czurda und ihr Team spüren in "Lonely house" diesen hierzulande wenig bekannten Wegen Kurt Weills nach und begegnen den Empfindungen von Trennung, Heimatlosigkeit, Trauer, Sehnsucht, kleiner und großer Liebe mit der unbändigen Lust zur Musik.
Diese Lust gilt auch der Hingabe an neue musikalische Einflüsse. Kurt Weill hat sich das genommen, was er brauchte: die Tradition des französischen Chansons, den Jazz, den Blues, die amerikanische Oper und das Broadway-Musical. Czurda/Beirach/Hübner/Hübner greifen zu den selben vielfältigen Farben – und machen sich lustvoll ein Bild von der Welt, wie sie für Kurt Weill (und – mit Verehrung – auch für Lotte Lenya) gewesen sein könnte, von ihrem Schmerz, ihrer Freude, ihrem Leben. Kein Abbild, sondern eine musikalische Nach-Empfindung. Eine Annäherung in großem Ernst, großer Lust und großer Liebe. (Thomas Reher)


This is how life could be…..
"Lonely House” - a musical retracing

February 26th 1933; the Burning of the Reichstag. Barely a month later, Kurt Weill, the only just recently celebrated composer of the "Threepenny Opera”, already the figure-head musician of the Entartete Kunst, (art banned as "Degenerate Art”), deeply wounded by the open slander that was to follow him even abroad, left his home-land, Germany, forever. One can only imagine how great the hurt must have been that it led him to turn his back entirely upon Germany, to the extent that he was never again to speak his mother-tongue.
Indeed, Kurt Weill did not remain speechless. With the full power and curiosity of a passionate artist, Weill sought new idioms, new musical languages and sounds. In Germany, from 1933 on, Kurt Weill’s new musical styles (first in France, then, from 1935 on, in America), were, then and after the war, barely noticed by the broader artistic community. In Germany one continues to associate his name, before anything else, with Bertolt Brecht, the "Threepenny Opera” and "Mahagonny”.
In "Lonely House” Jutta Czurda and her team retrace these, in Germany still little known, new avenues of Weill’s, and, with tremendous delight in his music, encounter there the emotions of separation, home-sickness, sadness, nostalgia, and of loves great and small. This delight applies also to their devotion to new musical influences. Kurt Weill borrowed what he needed: from the tradition of French Chanson, from Jazz, from the Blues, American Opera and the Broadway Musical. Czurda/Beirach/Huebner/Huebner hold to the same wide variety of colours and joyfully create a picture of how Kurt Weill’s world (and, with respect, Lotte Lenya’s) might have been; their sorrows, their joys, their love. Not a literal picture, rather a musical perception, approached with great earnestness, with great pleasure and with great love. (Thomas Reher)


Jutta Czurda

Ich wusste nicht, dass es eine Love-Story werden würde.
Zuerst traf ich auf Kurt Weills Musik während meiner Recherche für mein Brecht-Programm "Die Wa(h)re Liebe oder Das ist der Mond über Soho”, das 1998 Premiere hatte. Die Melodien der Dreigroschenoper hatten mich gefangen genommen, und ich musste Kurt Weills Spuren ins Exil folgen. Ich verliebte mich in seine französischen Chansons, in seine amerikanischen Songs. Ich hütete sie wie einen Schatz. Irgendwann war es an der Zeit, diesen Schatz zu heben.
Ich bat Thomas Reher, mein Regie-Partner zu sein. Seit Jahren teilt er meine Visionen, meinen künstlerischen Geschmack. Er ist mir vertraut, mit ihm verstehe ich mich blind und fühle mich trotzdem gefordert. Seine Liebe, sein Theaterherz schlägt unüberhörbar in Lonely House.
Jutta Czurda (vocals)
Richie Beirach (arrangements, piano)
Gregor Hübner (violin)
Veit Hübner (bass)

A coproduction of Stadttheater Fürth and Bayerischer Rundfunk, Studio Franken

directed by Jutta Czurda & Thomas Reher
recorded, mixed and mastered May 2005 at Bauer Studios Ludwigsburg by Johannes Wohlleben

with special thanks to Norbert Küber, Anna Sankowski, Werner Müller, Kerstin Lüthke, Jörg Leutert

Translations into German by Thomas Reher, Translation into English: "Complainte de la Seine" by Sevan Minasian, "Lied einer deutschen Mutter" by Eric Bantley

TRACKS:
1. Youkali (5.49)
(Trois chansons pour Lys Gauty, Text: Roger Fernay)

2. Septembersong (7.34)
(Knickerbocker Holiday, Text: Maxwell Anderson)

3. Trouble Man (4.55)
(Lost in the stars, Text: Maxwell Anderson)

4. Complainte de la Seine (5.28)
(Trois chansons pour Lys Gauty, Text: Maurice Magre)

5. Speak low (Instrumental) (5.29)
(One touch of Venus)

6. Lied einer deutschen Mutter (3.20)
(Musik: Hanns Eisler, Text: Bertolt Brecht)

7. Ba'a Mnucha (6.02)
(Folksong of the New Palestine / Trad.)

8. Barbara Song (Instrumental) (5.58)
(Die Dreigroschenoper)

9. It never was you 3.51
(Knickerbocker Holiday, Text: Maxwell Anderson)

10. Lonely House 6.15
(Street Scene, Text: Langston Hughes, Elmer Rice)

11. Lost in the stars 4.21
(Lost in the stars, Text: Maxwell Anderson)

© LAIKA-RECORDS 2005
Ordernr. 3510209.2
Distributed by Rough Trade

15,50 Euro + Postage

Doch wer sollte die Musikalische Leitung übernehmen und diese von mir so geliebten Songs arrangieren? Ich wartete bis zur letzten Minute. Als ich ihn traf, wusste ich es sofort. Er war es. Richie Beirach - und wieder verliebte ich mich: in seine unvergleichliche Art zu spielen, in seine feinen und dennoch kraftvollen Arrangements. Wieviel Tiefe, Brillianz, Zartheit und Kraft in seinem Spiel steckt! Er ist ein musikalisches Naturereignis! Umwerfend!
Die Musiker für Lonely House bekam ich sozusagen vom Himmel geschenkt: Die Hübner-Brothers. Gregor, der seine Geige wie einen tiefen Seelenton spielt, der gleichsam singt – zum Weinen schön. Wie konnte ich mich nicht verlieben? Und Veit – er erzählt Geschichten mit seinem Bass, jenseits der Worte. Sein Bass ist seine Geliebte, seine "Inamorata", wie er sagt. Recht hat er!
Jetzt, drei Monate nach der Premiere und einigen Lonely-House-Abenden in Fürth, treffen wir uns in den wunderbaren Bauer-Studios. Danke Eva! Danke Johannes!! Ich hoffe, in unseren Songs ist etwas von unserer Liebe zu Kurt Weills Musik zu spüren und etwas von der Liebe, die ich für Richie, Gregor, Veit, Thomas, Anna, Heike, Norbert und die Lonely-House-Family in meinem Herzen habe.
Ein besonderer Dank gilt meinem Intendanten und Freund Werner Müller, meiner Freundin und Kollegin Angelika Aliti und meinem geliebten Sevan. (Jutta Czurda)

Die Sängerin und Choreographin Jutta Czurda war bis 1997 künstlerische Leiterin des von ihr 1986 gegründeten Czurda Tanztheaters. Gemeinsam mit ihrer Company erarbeitete sie Auftragsproduktionen für die Städtischen Bühnen Nürnberg, die Tafelhalle Nürnberg und das Stadttheater Fürth. Ihre Theaterarbeiten wurden zu nationalen und internationalen Festivals eingeladen.
1986 erhielt Jutta Czurda den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg. 1988 wurde sie mit dem Wolfram-von-Eschenbach-Preis ausgezeichnet. 1989 folgte der Kulturförderpreis der Stadt Fürth, 1995 der Kulturpreis der Stadt Fürth und schließlich 1998 der Bayerische Theaterpreis.
In den vergangenen zehn Jahren trat an Stelle von Tanztheaterproduktionen ihre Arbeit als Sängerin in den Vordergrund. Ihr Repertoire reicht vom klassischen Chanson und vertonter zeitgenössischer Lyrik bis hin zu Jazz und Blues.
Seit 1998 ist Jutta Czurda Ensemblemitglied des Stadttheaters Fürth, für das sie herausragende Musikproduktionen erarbeitet.
Sie brillierte als Lola Blau in Georg Kreislers gleichnamigem Musical, und mit ihrem langjährigen musikalischen Partner, dem Komponisten und Pianisten Heinrich Hartl, in dem Latenight-Programm "Wenn ick mal tot bin...". Für ihr Brecht-Song-Programm "Die Wa(h)re Liebe oder das ist der Mond über Soho" wurde Jutta Czurda mit dem Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnet. Gemeinsam mit Angelika Aliti hob sie ein neues literarisches Genre, den "Magischen Salon" aus der Taufe.
Ihre jüngste Produktion "Lonely House" mit Chansons und Songs von Kurt Weill und mit der New-Yorker Jazz-Legende Richie Beirach und den Hübner-Brothers wird von Presse und Publikum gleichermaßen gefeiert.

Jutta Czurda

I did not know that this would become a love story.
I first encountered Kurt Weill’s music while doing research for my Brecht-Program, "Die Wa(h)re Liebe oder Das ist der Mond über Soho”, that premiered in 1998. The melodies from The Three Penny Opera had taken me prisoner and I was compelled to follow Weill’s trail into exile. I fell in love with his French Chansons and with his American Songs. I tended them like a treasure and the time would come to haul out these treasures.
I chose Thomas Reher to be my co-director. For years we had shared the same vision, the same artistic taste. We are confidents and have an unspoken mutual understanding which never obscures the challenges of the work. You cannot not feel his love or not hear the beat of his theater-heart in Lonely House.
Well then, and who should take over the Musical Direction and arrange these songs I love so much? I waited until the last moment but when I met him, I knew at once, he was it. Richie Beirach - and once again I fell in love: with his incomparable way of playing, with his subtle and yet powerful arrangements. What depth, what brilliance, tenderness, and power in his playing. He is a phenomenon. Overwhelming!
The musicians for Lonely House were, so to speak, a gift from heaven: The Hübner Brothers; Gregor, who plays his violin with so deeply soulful a tone that one could say he sings...to weep for. How could I not fall in love? And Veit – he tells stories with his bass, stories beyond words. His bass is his beloved, his "inamorata”, as he says. And surely she is!
Now, three months after the premiere and a few Lonely House performances in Fürth, we gather in the wonderful Bauer Studios. Thank you Eva! Thank you Johannes! I hope some of our love for Kurt Weill’s music can be felt in our songs, and also some of the love I have in my heart for Richie, Gregor, Veit, Thomas, Anna, Heike, Norbert and the Lonely House "family”. Particular thanks go to my Theater Director and friend Werner Müller, my friend and colleague Angelika Aliti and my beloved Sevan. (Jutta Czurda)

The singer and choreographer Jutta Czurda founded her Czurda-Tanztheater in 1986 and remained Principal Choreographer and Artistic Director of the company until 1997. Together with her dancers she created numerous productions commissioned by the City Theatre of Nürnberg, the Tafelhalle Nürnberg and the City Theatre of Fürth. Her theatre works were presented regularly at national and international festivals.
In 1986 Jutta Czurda was awarded the Kulturförderpreis of the City of Nürnberg. In 1988 she was singled out to receive the Wolfram-von-Eschenbach-Preis. The Kulturförderpreis of the City of Fürth followed in 1989, the Kulturpreis in 1995 and in 1998 the prestigious Bayerische Theaterpreis, an annual award given by the State of Bavaria which considers the entire German speaking theater world.
In the last 10 years her work as a singer has taken precedence over her dance-theatre creations. Her repertoire ranges from classic Chanson and contemporary lyrics put-to-music to Blues and to Jazz. Since 1998 Jutta Czurda has been a member of the Stadttheater Fürth Repertoiry Company for which she has created and performed in extraordinary musical productions and one-woman shows. She shone as Lola Blau in Georg Kreisler’s eponomous Musical, and with her long-time musical partner, the composer and pianist Heinrich J. Hartl, in the late-night-program "Wenn ick mal tot bin…”, now in its sixth season. For her Brecht-Song-Program "Die Wa(h)re Liebe oder das ist der Mond über Soho”, Jutta Czurda was honoured with the Bayerische Theaterpreis. Most recently, together with Angelika Aliti she has christened a new literary genre, the "Magic Salon”. Her latest production, "Lonely House”, with the New York Jazz-legend Richie Beirach and the Huebner Brothers, with Chansons and Songs by Kurt Weill, has been celebrated equally by public and press.


Richie Beirach

Nur hin und wieder kommt es vor, dass sich die richtigen Energien zusammenfinden, um ein großes Stück Kunst zu schaffen. Bei "Lonely House", dieser CD mit der Musik Kurt Weills, darf ich sagen, dass jeder Aspekt des künstlerischen Prozesses für mich den höchsten Ansprüchen genügte. Jutta, Gregor, Veit, Thomas, Johannes, Anna, Robert und ich, wir alle hatten gemeinsam ein Ziel: Unsere Aufnahmen sollten geprägt sein von der Hochachtung vor Kurt Weills Originalpartitur und gleichzeitig von dem Bewusstsein, dass diese großartige Musik einen neuen Zugriff braucht, dass wir bei der Arbeit kreativ und offen für Neues sein müssen, insbesondere bei den bekannteren Stücken.
Die Bauer-Studios bieten die beste Atmosphäre und technische Perfektion mit ihrem wunderbaren Tonstudio und dem wahrscheinlich besten 9-foot Hamburg-Steinway in Europa. Es war eine Art "Coming home" für mich, habe ich dort doch seit den frühen 70er Jahren über 30 Aufnahmen gemacht.
Wenn ich nun zu Hause unsere Aufnahmen anhöre, kann ich mich gegen ein glückliches Lächeln nicht wehren. Ich bin der wirklichen Überzeugung, dass wir mit unserer Aufnahme den Kern dessen getroffen haben, was ursprünglich als Theaterabend für das wunderbare Stadttheater Fürth konzipiert war.
Mein ganzer Dank gilt Jutta für diesen Telefonanruf vor einem Jahr, mit dem alles begann. Dank auch an Werner Müller, den Intendanten des Stadttheaters Fürth, der diese Produktion ermöglicht hat unter seiner liebenswürdigen und klugen Begleitung. Besonderer Dank gilt Thomas Reher, der uns alle auf der richtigen Spur hielt, so wie es ein guter Regisseur tun sollte. Dank auch an Johannes, den Toningenieur, der uns sofort einen großartigen Sound schuf. Und natürlich auch ein Dank an Eva Bauer, die uns so kurzfristig ihr Studio zur Verfügung stellte. Dank auch an meinen Freund und Assistenten Robert Seidel und an die "Baby-Diva" Anna Sankowski, Juttas Assistentin. Danke für alles!
Ein besonderer Dank gilt auch Martin Münch, den wunderbaren Klavierstimmer in Fürth. Und nicht zu vergessen: Heike, die uns in ihren Kostümen auf der Bühne so gut aussehen lässt. Danke auch an Jörg, der uns mit seinem wunderbaren und oft spontanen Essen am Leben hält. Ein Dank auch an Klaus und Helga für ihre Unterstützung und ihre phänomenalen Feste.
Zum Schluss möchte ich mich bei meinen Jungs bedanken, Gregor und Veit Hübner, ohne die es mir nicht möglich gewesen wäre, meine Arrangements zu spielen und "Lonely House" zu dem zu machen, was es ist.
PS: Hey, Jutta, was machen wir als nächstes?
(Prof. Richie Beirach)

Der 1947 in Brooklyn, New York geborene Jazzpianist und -komponist Richie Beirach betrat Mitte der 60er Jahre die Clubszene, studierte bei Lennie Tristano, am Berklee College of Music in Boston und an der Manhattan School of Music, wo er 1972 seine akademische Ausbildung abschloss. Mit dem Drummer Jack DeJohnette spielte Beirach auf Europa-, Kanada-, Japan- und USA-Tourneen in der Gruppe von Stan Getz. Ein Jahr später wurde er Mitglied der Lookout Farm Dave Liebmans. Während ausgedehnter Tourneen präsentierte die vom Rock-Jazz geprägte Formation auch Beirach-Titel. Bereits im November 1974 nahm er mit Drummer Eliot Zigmund und Bassist Frank Tusa das erste eigene Album auf. "Eon" erschien im März 1976 und gab der Gruppe, die bis April 1979 bestand, den Namen. Beirach gab vielbeachtete Solokonzerte (u.a. 1985 in Paris), arbeitete seitdem parallel mit Dave Liebmans Gruppe Quest und fand große Anerkennung für seine Soloalben "Breathing Of Statues", "Continuum" (1985), "Common Heart" (1987), "Self Portraits" (1992), "At Maybeck Recital Hall" (1992) oder "Sunday Songs" (1993). Beirach hat zudem an Einspielungen von Chet Baker, Terumsa Hino, Mike Richmond, Conrad Herwig, Andy LaVerne, George Adams, Jeremy Steig, Steve Smith und Ron McLure mitgewirkt. Ende der 90er Jahre begann eine enge Zusammenarbeit mit dem Geiger Gregor Hübner, mit dem er 1999 bei europäischen Festivals gastierte und, durch George Mraz zum Trio erweitert, das Album "Round About Bartok" (2000) einspielte. Andere wichtige Alben sind "Ballads" mit Soloaufnahmen von 1986, "Trust" (1996), "Snow Leopard" (1996) und "Explorations & Impressions" (1997) mit unterschiedlichen Trios sowie die Soloeinspielung "Convergence" (2000). Insgesamt hat die Jazz-Legende Beirach über 150 CDs eingespielt. Überzeugt, dass der "Jazz jetzt mitkriegt, was zwischen 1880 und 1930 geschah" (Beirach), gehört er zu jenen Musikern, die, ausgehend von einer klassischen Ausbildung, ihre Improvisationen auf die ausgeweitete Harmonik Claude Debussys, die Klangfarben jener Ära und die Verwendung ostinater Figuren stellen.
Seit 2002 bekleidet Richie Beirach neben seiner ausgeprägten Konzerttätigkeit eine Professur an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy".

Richie Beirach

Every once in a while the right elements come together to form a great piece of art. Very rarely are all the right ingrediences present. However, in the case of this CD of Kurt Weills music "Lonely House”, I can say that every aspect of the artistic process was satisfied to the highest level for me. Jutta, Gregor, Veit, Thomas, Johannes, Anna, Robert and myself, we all were a team dedicated to recording the music of "Lonely House” with respect for Kurt Weills original scores, with awareness of the need to do something new with that great music, to be creative and forward-looking especially with some of the more well known pieces of his repertoire.
Bauer-Studios provided the ultimate atmosphere and technical perfection with its incredible sonorous Studio and probably the best 9-foot Hamburg-Steinway in Europe. It was like coming home to do this recording for me. I have personally done over 30 recordings there since the early 1970s.
When I listen to the tapes from the recording in my house, I have to smile. I think we really captured the essence of what was originally a theatrical performance in the amazing theatre of Fürth.
My special thanks to Jutta for that phone call a year ago that started everything. And thanks to Werner Müller, the director of the Fürth theatre, to make this production possible with his kind and smart guidance through the whole project. Special thanks to Thomas Reher, who kept us all on track, the way a good director should. To Johannes, THE engineer, for getting us immediately a great sound. And, of course, to Eva Bauer for giving us a place in her studio on such short notice. Also to my friend and assistant Robert Seidel. Thanx, Bro! And to the "Baby Diva” Anna Sankowski, Juttas assistant. Thanks for everything! Special thanks also to Martin Münch, the wonderful piano tuner in Fürth. Don't forget Heike for making us look beautiful, our costumes on stage. Thanks Jörg, who feeds us and keeps us going with his remarkable and spontaneous meals. Also to Klaus and Helga for their support and phenomenal parties. And lastly I want to thank my boys, Gregor and Veit Hübner, who without which I would not have been able to execute my arrangements and make "Lonely House” what it is.
P.S. Jutta, what do you wanna do next, honey?
(Prof. Richie Beirach)

Born 1947 in Brooklyn, New York, the jazz pianist and composer, Richie Beirach, entered the club scene in the mid 1960’s, studied with Lennie Tristano at the Berklee College of Music in Boston and at the Manhattan School of Music, where he completed his academic studies in 1972. Together with drummer Jack DeJohnette, Beirach toured Europe, Canada, Japan and the US with the Stan Getz Group. A year later he became a member of Dave Liebman’s Lookout Farm. Beirach’s compositions were among those presented on the extended concert tours of this Rock-Jazz oriented ensemble. Together with drummer Eliot Zigmund and bassist Frank Tusa, Beirach recorded his own first album as early as November 1974. The album "Eon” released in March 1976, gave the group, which was to last until 1979, its name.
Beirach gave highly esteemed solo concerts (among others, 1985 Paris), worked concurrently with the Dave Liebman Group, Quest, and received great recognition for his solo albums, "Breathing Of Statues", "Continuum" (1985), "Common Heart" (1987), "Self Portraits" (1992), "At Maybeck Recital Hall" (1992) and "Sunday Songs" (1993). In addition he played on recordings with Chet Baker, Terumsa Hino, Mike Richmond, Conrad Herwig, Andy LaVerne, George Adams, Jeremy Steig, Steve Smith and Ron McLure.
At the end of the 1990’s Beirach began collaboration with the violinist Gregor Hübner, playing guest performances at European festivals and later, expanding into a trio with George Mraz, cut the Album, "Round About Bartok" (2000). Among his other important albums are the solo recording "Ballads", "Trust" (1996), "Snow Leopard" (1996) and "Explorations & Impressions" (1997) with various trios, and the solo album, "Convergence" (2000). In total, the Jazz Legend Richie Beirach has recorded over 150 CDs.
Convinced that Jazz now has come to grips with what happened between 1880 and 1930, Beirach belongs to those musicians who, classically trained, base their improvisations upon the extended harmonics of Claude Debussy, the tonalities of that era, and the use of ostinato figures.
Since 2002, concurrent with his extensive concert schedule, Richie Beirach holds the seat of Professor at the "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipziger Hochschule für Musik und Theater.

Veit Hübner

Die Musik von Kurt Weil, arrangiert von Richie und gesungen von Jutta, ist einfach eine unglaubliche Mischung, die mich tief im Innern bewegt. Es ist schön, ein Teil dieses Abends zu sein. Die Atmosphäre im Stadttheater Fürth ist einzigartig. "Lonely house" ist für mich eines der schönsten Projekte, die ich in meiner Musikerlaufbahn gemacht habe.
(Veit Hübner)

Veit Hübner, 1968 in Stuttgart geboren, studierte von 1990 bis 1996 an der Stuttgarter Musikhochschule klassischen Kontrabass bei Prof. Ullrich Lau sowie Jazz-Kontrabass bei Thomas Stabenow. Während eines Studienaufenthaltes 1996/97 an der New School, New York, gehörte Richie Beirach zu seinen Dozenten. Bis 1999 schloss sich ein Künstlerisches Aufbaustudium bei Prof. Wolfgang Güttler an der Musikhochschule Karlsruhe an. Bereits während seiner Schulzeit gründete er das Bel Art Trio (Jazztrio) sowie die überregional erfolgreiche Worldmusic- und Musik-Comedy-Gruppe "Tango Five", die durch zahlreiche Tourneen, Rundfunk- und CD-Aufnahmen international bekannt wurde.
Er arbeitet im klassischen Bereich mit den Berliner Philharmonikern, der Philharmonie Antwerpen, dem Radio Sinfonieorchester Stuttgart, den Stuttgarter Philharmonikern und dem Stuttgarter Staatstheater. Im Jazzbereich u.a. mit Randy Brecker, Charlie Mariano, Teddy Edwards, Billy Hart, Ernst Reijseger, Hakim Ludin, SWR Bigband (mit Max Greger, Paul Kuhn und Hugo Strasser), Bobby Burgess "Explosion" Bigband und Richie Beirach. Dieser ist auch auf seiner Debut CD "Memories" zu hören.
Veit Hübner wurde vielfach ausgezeichnet, so u.a. mit dem Oberschwäbischer Kleinkunstpreis "Kupferle" mit Tango Five (1991), dem Kulturpreis der Städte Ravensburg und Weingarten, den Hennesy Jazz Search mit SchmidHübnerKrill (1999) und dem Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg (2003).

Veit Hübner

Kurt Weill’s music, arranged by Richie and sung by Jutta, is quite simply an unbelievable mixture, one that moves me deeply inside. It is lovely to be a part of this evening. The atmosphere of the Stadttheater Fürth is extraordinary. "Lonely House” is for me one of the most beautiful projects that I have done in my musical career. (Veit Hübner)

Veit Hübner was born in Stuttgart in 1968, and from 1990 to 1996 studied classical Contrabass under Prof. Ulrich Lau and Jazz Contrabass under Thomas Stabenow at the Stuttgarter Musikhochschule. During a period of study at the New School in New York, between 1996 and 1997, Richie Beirach was among his teachers. He continued with his studies until 1999 with Prof. Wolfgang Güttler at the Musikhochschule Karlsruhe. Already during his secondary school days he founded the Bel Art Trio (a jazz trio) as well as the nationally successful "Tango Five” a World-Music and music comedy group that became internationally famous through numerous concert tours, radio broadcasts and CD recordings.
He works in the classical field with the Berliner Philharmoniker, the Philharmonie Antwerpen, the Radio Sinfonieorchester Stuttgart, the Stuttgarter Philharmoniker and the Stuttgarter Staatstheater. In the jazz arena, among others, he has played with Randy Brecker, Charlie Mariano, Teddy Edwards, Billy Hart, Ernst Reijseger, Hakim Ludin, the SWR Bigband (with Max Greger, Paul Kuhn and Hugo Strasser), the Bobby Burgess "Explosion" Bigband and with Richie Beirach, who is also to be heard on Hübners debut CD, "Memories”.
Veit Huebner has received many awards, among others, the Oberschwäbische Kleinkunstpreis "Kupferle" with Tango Five (1991), the Kulturpreise of the Cities of Ravensburg and Weingarten, the Hennesy Jazz Search with SchmidHübnerKrill (1999) and the Jazzpreis of the State of Baden-Württemberg (2003).


Gregor Hübner

Ein Kurt-Weill-Theaterabend. Zuerst denkt man: Nichts Neues. Nach der ersten Probe musste ich dann sämtliche Freunde anrufen, um davon zu schwärmen. Das besondere Timbre von Juttas Stimme und Richies Arrangements ergänzen sich bei diesem Projekt und machen es zu einem wunderbaren musikalischen Erlebnis und somit zu etwas ganz Neuem. (Gregor Hübner)

Der 1967 in Stuttgart geborene Violinist, Pianist und Komponist Gregor Hübner schloss nach dem Studium in Wien und Stuttgart das Jazzpiano- und Kompositionsstudium mit einem Master Degree und einem President’s Award an der Manhattan School of Music in New York ab. Nach diversen Preisen bei Jugend-Wettbewerben brachte er als klassischer Solist unter anderem "Die Vier Jahreszeiten" von Vivaldi, mehrere Bach- und Mozart-Solokonzerte und die "Zigeunerweisen" von Pablo de Sarasate zur Aufführung. Von 1995-2000 war Gregor Hübner Mitglied im Kammerorchester des Metropolitan Museums "Philharmonia Virtuosi", mit denen er u.a. in Südamerika, Europa, Japan und USA auf Tournee war. Als Dozent gab er unter anderem Workshops an den Musikhochschulen in Bremen, Hannover, Dresden, Leipzig, Stuttgart, Hamburg, Köln, dem Conservatoire Lausanne, der New School und der Manhattan School of Music. Im Oktober 1998 wurde Gregor Hübner für seine Tätigkeit als innovativer Komponist und Musiker der Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg verliehen und seit Februar 2002 ist er Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. Die CD "Round about Federico Mompou", die er gemeinsam mit Richie Beirach und George Mraz aufnahm, wurde im September 2002 als "Best Latin Jazz Album" für den Latin Grammy nominiert.

Gregor Hübner

A Kurt Weill theater evening. At first one thinks: nothing new. After the first rehearsal, however, I had to call my closest friends, to rave about it. That special timbre of Jutta’s voice and Richie’s arrangements complement each other in this project and make of it a wonderful musical experience and something entirely new. (Gregor Hübner)

Violinist, pianist and composer, Gregor Hübner was born in 1967 in Stuttgart. After studying there and in Vienna, he completed his Jazz piano and composition studies with a President’s Award and a Masters Degree from the Manhattan School of Music in New York. He received various prizes at youth competitions and took to the stage as soloist, performing, among other pieces, Vivaldi’s "The Four Seasons”, various Bach and Mozart concerti and Pablo de Sarasate’s "Zigeunerweisen". Between 1995 and 2000 Gregor Hübner was a member of the Chamber Orchestra of the Metropolitan Museums "Philharmonia Virtuosi", with whom he toured South America, Europe, Japan and the U.S. As an instructor, he held Workshops at the Music Conservatories of Bremen, Hannover, Dresden, Leipzig, Stuttgart, Hamburg, Köln, at the Conservatoire Lausanne, at the New School (New York), the Manhattan School of Music, and at other institutions. In October 1989, Gregor Hübner was awarded the Jazz Prize of the State of Baden-Württenberg for his activities as an innovative composer and musician, and since February 2002 he is the beneficiary of a stipend from the Baden-Württenberg Art Foundation. In September 2002, his CD, "Round about Federico Mompou", recorded with Richie Beirach and George Mraz, was nominated for "Best Latin Jazz Album" for the Latin Grammy Awards.