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„Mensch, hat die Swing in der Stimme“, schwärmte der einzigartige Albert Mangelsdorff von den Sangeskünsten Silvia Drostes.Sie gilt bei den Kritikern als „eine der großen Jazz-Ladies“ und begeisterte u.a. an der Seite von Peter Herbolzheimer, Klaus Doldinger oder Michael Sagmeister, mit virtuosen Scat-Vocals und dem ausdrucksvoll charmanten Alt-Timbre einer der profiliertesten deutschen Jazz Interpretinnen.Auf „From Dusk To Dawn“, ihrer 3. Produktion für Laika-Records, singt Silvia Droste durch eine Nacht voller musikalischer Sterne. Keine Hommage an den Mond, sondern an das, was der Mond zwischen Sonnuntergang und dem nächsten Morgen bescheint: Die Liebe, den Blues, geheime und offene Wünsche. Durch diese Nacht führt Silvia Droste mit ihrer wunderbar eingespielten und kompetenten Band. Die lebt vom einfühlsam groovenden Pianisten Martin Sasse (u.a. Till Brönner, Benny Bailey, Jeff Cascaro), dem international gefragten Bassisten Henning Gailing (Lee Konitz, Mark Murphy, Charlie Mariano) und dem Gewinner des Laren Jazz Award 2008, dem niederländischen Drummer Joost van Schaik. Die Produktion wird in vier Titeln ergänzt um den Pianisten und chromatische Mundharmonika spielenden Berthold Matschat, der lange Jahre mit Paul Kuhn und Udo Jürgens auftrat und dem Album mit seinen Arrangements und seinem Spiel eine besondere Klangfarbe beschert. „From Dusk To Dawn“ spiegelt eine neue Facette im musikalischen Spektrum der Sängerin Silvia Droste. Sie interpretiert gekonnt Kompositionen von u.a. Redd Evans, Nat King Cole, Duke Ellington, Percy Mayfield und Glenn Miller. Mal balladesk, mal voll swingender Energie, mit atemberaubendem Scat-Gesang und voller Timbre und Stimmgewalt. Müsste man für „From Dusk To Dawn“ Sterne vergeben, wäre es eine Milchstrasse.
Silvia Droste, die "First Lady" des klassisch-modernen Jazzgesangs hatte ihren ersten öffentlichen Auftritt als Mitglied einer Schüler-Lehrer-Jazzband. Es folgen erste Auszeichnungen bei diversen Jazzwettbewerben in Deutschland und Holland. 1983 gewinnt sie den 1. Preis für Gesang beim Landeswettbewerb "Jugend jazzt" in NRW und startet eine Tournee durch Afrika. Im selben Jahr geht sie auf Deutschlandtournee mit Charly Antolini's "Jazzpower". Die Vokalistin gründet 1984 ihr Quartett "Voicings", dessen Album "Audiophile Voicings" von "JazzPodium" zum Album der Superlative erkoren und mit dem Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wird. Als erste Jazzmusikerin wird Silvia Droste1988 mit dem "Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler" ausgezeichnet. In den Jahren 1988 bis 1990 macht sie sich auch als Moderatorin der TV-Sendung "ZDF-Jazzclub" sowie diverser Rundfunk-Jazzprogramme einen Namen.
Parallel entwickelt sich eine ausgedehnte Tourneetätigkeit rund um den Globus, gepaart mit Rundfunkaufnahmen und der Veröffentlichung weiterer Alben. Sie arbeitet mit nationalen und internationalen Jazz Größen wie der Dutch Swing College Band, Mr. Acker Bilk, Peter Herbolzheimer, Paul Kuhn, Jiggs Whigham, Michael Sagmeister, Archie Shepp, dem John Hicks Trio, der Kölner Saxophon Mafia und den Bigbands des WDR, HR, SDR, und RIAS sowie dem niederländischen Metropole Orkest zusammen. In der europäischen Jazzszene spielt Silvia Droste mit ihrem Timbre, ihrem Stimmvolumen aber auch mit ihrer Ausstrahlung und Dynamik eine prägende Rolle.
DUKE'S SOUND OF LOVE
Mit "Duke´s Sound of Love“ veröffentlichte die Vokalistin mit der facettenreichen Altstimme im Jahr 2000 wieder ein eigenes Album. Als Danksagung an ihr treues Publikum und als Verbeugung vor dem Komponisten Duke Ellington präsentiert Silvia Droste die zeitlose Musik des DUKE unverstaubt und in neuer Frische. Der zeitgemäße, eigenständige und unverkrampfte Umgang mit der Jazztradition prägt den Sound der verschiedenen Besetzungen. Mit Cees Slinger (Flügel), Rolf Marx (Gitarren), Ingmar Heller (Bass), Jo Krause (Schlagzeug), Matthias Nadolny (Tenor-Saxophon) und Jeff Cascaro als Gast (Gesang Track 8) steht ihr ihre perfekt harmonierende "Working Band" zur Seite, die den Aufnahmen mit swingender Energie und geschmackvoller Sensibilität fast Live-Charakter verleiht.
PIANO PORTRAITS
"Irgendwann stellte ich fest, dass auffallend viele Titel meines Repertoires aus der Feder von Pianisten stammen. Was lag also näher, als diesen Komponisten mit einem Album Tribut zu zollen.
`Piano Portraits´ widmet sich daher elf bekannten und weniger bekannten Jazzpianisten: George Shearing, Jimmy Rowles, Dave Frishberg, Fats Waller, Dave Brubeck, Bill Evans, Tadd Dameron, Cedar Walton, Thelonious Monk, Chick Corea und Bob Dorough. Ihre zeitlosen Kompositionen bereichern bis heute mein Leben". Diese Zeilen gibt Silvia Droste ihrem neuen Album mit auf den Weg.
Mit ihren Interpretationen von Standards, die früher schon Musiker wie Dizzy Gillespie, Phil Woods und Archie Shepp in Begeisterung versetzt haben, aber auch mit Originals und Eigenkompositionen nimmt Silvia Droste "eine Spitzenposition unter den europäischen Vokalistinnen ein" (rororo Jazzlexikon 2002, Martin Kunzler).
Sie spielt mit den Lyrics, zerlegt sie in Sounds und transformiert diese in neue Textwendungen; "Ich improvisiere lieber mit Text als ohne, damit ich den Bezug zur Melodie und zur Aussage des Stückes nicht verliere", unterstreicht Silvia Droste eine ihrer Spezialitäten.
Gemeinsam mit den exzellenten Mitmusikern entsteht so ein dramaturgisch geschickt und spannend aufgebautes swingendes Hörspiel über die Kompositionen der großen Jazzpianisten.
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