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SWIM TWO BIRDS
Frisch, frech und frivol durch die Welten und Zeiten der Musik bewegt sich seit 1991 die Band um den Saxophonisten, Komponisten und Bandleader Achim Gätjen. Im Ausland sind Swim Two Birds durch die Tourneen in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Brasilien, Italien, Bulgarien, Rumänien und Finnland bekannter als in ihrem Heimatrevier Deutschland, in dem sie immer noch als Geheimtipp gehandelt werden.
Ihr Album "Countdown" könnte und sollte dies ändern.
GU - die Stimme im Off führt durch die intellegent gemachten Attacken auf die Hörgewohnheiten, groovende Beats treffen auf Edgar Wallace, Rockabilly, Jazz und Grunge. Für das Kulturmagazin "Aspekte" sind Swim Two Birds "die glorreichen Sieben des Alternativ-Swing, wie eine Ladung Dynamit in der Jazz-Ecke der Schallplattenläden", für "Jazzthing" haben sie einen "handfesten Anschlag auf das Schubladensystem im Schilde" und für uns ist es eine Freude, das dritte Album der kreativen Schrägen zu präsentieren. Ergänzt wird die musikalische Leistung durch ein visuelles Geschenk auf der CD: Das Video "Advice" von Christian Meyer, Texte, Fotos und Überraschungen bringen Leben in den Computer.
"Ein kleines Gesamtkunstwerk haben Swim Two Birds gebastelt. Das seit 1990 (!) existierende Bremer Septett bewegt sich in einem musikalischen Kosmos aus Sci-Fi, Twang, Trash, Surf und Märklin. James Chance, die Talking Heads und Splodgenessabounds (ja genau, die schrägen Briten mit „Two pints of lager and a packet of crisps, please“) lassen grüßen, letztere werden gar zitiert. So etwas hört man selten in diesen spaßfreien Tagen. Diese Band (Alt- und Tenorsaxofon, Trompete, Bass, Gitarre, Schlagzeug und Vocals) scheint gerne live zu spielen, aber genauso gerne auch am Computer zu sitzen. Denn außer 13 meist ungestüm rhythmischen und durchweg offensiven Nummern enthält „Countdown“ auch eine flotte visuelle Komponente. Zwei animierte Videos, skurrile Sound-Effekte und andere Gags im virtuellen Computer-Wohnzimmer machen dieses Album zu einem kurzweiligen Trip jenseits von Trend und formatierten Hörgewohnheiten."
Helmut Heuer, Jazzthing 49/2003
Swim Two Birds: "Sweet Relief"- Juckpulver, trophäenverdächtig.Was ist nur in diese Jungs gefahren? Juckpulver, bewusstseinserweiternde Substanzen, der pure Wahnsinn?Am Ende pure Raserei. Trommeln wirbeln, Blechbläser kläffen dazwischen, eine verstimmte Gitarre "twangt" dagegen an und ein gerade aufgewachter Sänger schnöselt sich einen ab: "All I want is you". Eine Nummer, die flott beginnt und am Ende in pure Raserei mündet. Der nächste Song "Whatever" ... tja was ist das nun wieder? Jazz auf Speed zur Spoken-Word-Performance? Hat Henry Rollins umgeschult zum Chef einer Klezmer-Blaskapelle? Dann "Tango No.3" klingt nach Chris Isaak, der in einem argentinischen Tanzsaal vor sich hin schmalzt, begleitet von einem mexikanisch-texanisch-lousianischen Trueppchen. Stimmt aber nicht:Von wegen Stadtmusikanten Die glorreichen Sieben von Swim Two Birds kommen aus Bremen, und das ist schon das Schlimmste, das man über sie sagen kann. Denn ihre neue und vierte Platte wirkt wie eine Ladung Dynamit in der Jazz-Ecke der Plattenläden. Mitunter chaotisch, immer treibend, schießen sie einen Song nach dem anderen ab. Wer hier seine Zehen still halten kann, muss musikalisch gelähmt sein. Munter wildern Swim Two Birds zwischen James-Bond-Harmonien, Rockabilly und -Grunge, sparsam aber effektiv illustrieren sie die Songs, von denen jeder neue Überraschungen bringt. Chef des Ganzen ist nach wie vor Alt-Saxophonist Achim Gätjen, der den Laden seit zehn Jahren über wechselnde Besetzungen hinweg am Laufen hält. Und immer noch gilt der Titel der ersten Platte, "Not Serious". Ernst nimmt diese Truppe nur das eigene Können, nicht aber Grenzen, Genres und Erwartungen. Als Brüder im Alternativ-Swing stehen Achim Gätjen Saxophonist Rolf Benesch, Trompeter Michael Gross, Bassist Willy Hart, Tammo Lüers mit seinem einzigartigen Gitarrensound und der Drummer Achim Färber zur Seite. Sänger "Gu" untermalt das Klanggebilde mit seinem düster-melancholischen Sprechgesang, der stimmlich irgendwo zwischen Jimmy Morrison und einem Damen-Schmeichler wie Harry Connick anzusiedeln ist. Man sollte ja nie zu früh die Trophäen verteilen, aber diese Platte ist mit Sicherheit eine der schrägsten Jazz-Platten, die das Jahr 2000 bringt.Nichts für Freunde der Schublade!
Aspekte-online, Achim Zeilmann, August 2000
 
DISCOGRAPHIE
 
 




Achim Gätjen - alto sax, Ralf Benesch - tenor/baritone sax, Michael Gross - trumpet, Willy Hart - bass, noise, Tammo Luers - guitars, lap steel, 6string bass, Achim Faerber - drums, percussion, GU - vocals, as guests : Mareike Hube-trombone, Mark Scheibe-piano
SWIM TWO BIRDS
"Countdown"

Katalognr.: 3510172.2

VÖ: 26.Mai 2003
13 Tracks / 55:40 Min./ Digipak
Enhanced CD (Video, Fotos)

16,00 Euro + Versand


Achim Gätjen - alto sax, Ralf Benesch - tenor/baritone sax, Michael Gross - trumpet, Willy Hart - bass, noise, Tammo Luers - guitars, lap steel, 6string bass, Achim Faerber - drums, percussion, GU - vocals, as guests : Mareike Hube-trombone, Mark Scheibe-piano
SWIM TWO BIRDS
"No regrets" (2001)

Katalognr.: 3510134.2

16,00 Euro + Versand


anhören
Achim Gätjen - alto sax, Ralf Benesch - tenor/baritone sax, Michael Gross - trumpet, Willy Hart - bass, noise, Tammo Luers - guitars, lap steel, 6string bass, Achim Faerber - drums, percussion, GU - vocals, Rolf Kirschbaum - add guitar on "Rather Dead"
SWIM TWO BIRDS
sweet relief (2000)

Katalognr.: 35101182

© und p 2000 by Laika-Records, Bremen

16,00 Euro + Versand
 
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