ERNIE WATTS

Tenor Saxophon

Ernie Watts erhält den Frankfurter Musikpreis für seinen markant melodiösen Saxophonstil und seine originäre Tonsprache, mit der er bereits mehrere Musikergenerationen bereichert hat. Bei allen Arbeiten ist stets die gestandene Musiker-Persönlichkeit Ernie Watts mit ihrer individuellen instrumentellen Kennung klar heraus zu hören. Nicht zuletzt deshalb wurde ihm das ehrenvolle Prädikat eines "most valuable player" zu teil, was ihm jetzt auch die Auszeichnung mit dem Frankfurter Musikpreis für seine außerordentlichen Verdienste in der Musik einbringt.

1966 begann er in der Big Band von Buddy Rich zu arbeiten. 1968 zog er nach Los Angeles, wo er bei Gerald Wilson und später dann bei Oliver Nelson spielte, mit dem er auch eine Afrikatournee unternahm. Während der nächsten Jahre arbeitete er als Studiomusiker. In Watts musikalischer Vita tauchen klangvolle Namen wie Thelonious Monk, Aretha Franklin, Freddie Hubbard, Clark Terry, Quincy Jones, Frank Zappa,  und Jean-Luc Ponty auf. In den 1980ern war er auf Asientournee mit Pat Metheny; 1981 war er auch mit den Rolling Stones auf Tour.

Watts war Mitglied von „Charlie Hadens Quartet West“ mit Haden (Bass), Alan Broadbent  (Klavier) und ehemals Larance Marable und aktuell Rodney Green (Schlagzeug). Er ist auf allen Aufnahmen des Quartetts wie beispielsweise auf Quartet West, Haunted Hearts, Now is the Hour und Always Say Goodbye zu hören. Diese Aufnahmen machten ihn in der breiteren Öffentlichkeit bekannt. Daneben arbeitete er auch in Hadens Liberation Music Orchestra und mit Kerem Görsev. Ernie Watts war auch an der Aufnahme der Filmmusiken zu Die Farbe Lila, Ghostbusters – Die Geisterjäger, Tootsie,  Fame – Der Weg zum Ruhm und The Fabulous Baker Boys beteiligt.

Unter eigenem Namen nahm er Alben u. a. mit Jack DeJohnette, Arturo Sandoval und Eddie Gomez auf. Sein europäisches Quartett besteht aus Christof Sänger, Rudi Engel und Heinrich Köbberling.

Im Jahr 2004 gründete Ernie Watts mit seiner Frau Patricia die Firma Flying Dolphin Records. Bis heute hat er insgesamt sieben Alben unter seinem Namen und Label veröffentlicht. „Dies gibt mir die Flexibilität und Kontrolle für und über meine Arbeit, die ich brauche, um Musik so aufzunehmen wie ich sie auch höre,“ sagt Watts. 

Insgesamt hat Watts bei über 500 Produktionen mitgewirkt. Er unterrichtet Meisterklassen an verschiedenen Universitäten, Hochschulen und Colleges. Nach wie vor spielt er in unterschiedlichen internationalen Synphomieorchestern. Er gilt heutzutage als einer der routiniertesten Saxophonisten. Mit bis heute 23 Alben unter seinem Namen hat er ein beeindruckendes künstlerisches Werk geschaffen, sowohl im Studio als auch auf den großen Bühnen der Welt. Ernie Watts ist zweifacher Grammy-Preisträger.

 
„The European Quartet“:

Christof Sänger machte 1989 als Finalist des "Concours International de Piano Jazz" international auf sich aufmerksam. Solotourneen durch Lateinamerika, USA und Kanada folgten. Er veröffentlichte neun Alben unter seinem Namen. Er spielte u.a. mit Branford Marsalis, Richie Cole und Bob Mintzer. Neben seinem deutschen Trio (C.v.Kaphengst, H. Köbberling), gründete er mit Al Foster, Georg Mraz und Tony Lakatos sein internationales Quartett; Bruno de Filippi und Paquito D`Rivera verpflichteten ihn für Konzert- und Aufnahmeprojekte. 

Heinrich Koebberling studierte Jazz drums an der New School in New York City.
Er hat mit unzähligen Jazzmusikern auf der Bühne gestanden, wie Lee Konitz, Tom Harrell, Gary Peacock, Clark Terry, Dee Dee Bridgewater, James Moody, Lew Tabackin, Walter Norisund Herb Geller, um nur einige zu nennen. Koebberling ist ein viel beschäftigter Sideman und hat darüber hinaus diverse Einspielungen mit eigenen Bands vorgelegt.

Rudi Engel studierte bei Jazzlegenden wie Ron Carter, Rufus Reid, Ron McClure und Barre Phillips.  Er tourte in Indien, Nord Afrika und den U.S.A.. Bekannt für sein charakteristisches melodisches Spiel, das er aus seinen frühen klassischen Studien entwickelte, leitet er auch ein eigenes Trio. Er arbeitete mit Bill Molenhof, Charlie Mariano, Javon Jackson, Benny Bailey, Roman Schwaller, Wolfgang Lackerschmid, Joan Faulkner und vielen anderen.


 
Ernie Watts was born in Norfolk, Virginia in 1945 and lived in Los Angeles for a couple of years. He starts to study at the Berklee College in Boston in 1965 with the help of a scholarship. During this time, between 1966 and 1968, Buddy Rich takes him to go on tour with his band.
In the course of the next years, his performance is asked for lots of studio productions or live gigs, he is especially noticed by Cannonball Aderley or Whitney Houston, by The Rolling Stones and Frank Zappa.
He participates in lots of movie music recordings, such as "Tootsie", "The Color Purple" and "The Fabulous Baker Boys".